Fliegenschutz: erfolgreiche (Plage-)Geisterjagd

Im Sommer ist Fliegenschutz angesagt, werden unsere Lieblinge doch im Stall und ganz besonders im Freien von Insekten aller Art geplagt. Fachleute unterscheiden Insekten in lästige und in tatsächlich krankheitsverursachende Arten.

Nervensägen und Plagegeister

  • Typische Nervensägen sind Fliegen. Sie beunruhigen die Pferde schon allein dadurch, dass sie sich überall auf dem Fell niederlassen, bevorzugt aber im Augenwinkel und an den Nüstern. Jeder kennt das häufige Schweifschlagen und typische Fellzucken bei Pferden, das hauptsächlich von Fliegen verursacht wird. Treten sie in größeren Massen auf, verschmutzen sie den Stall und die Versorgungseinrichtungen. Eine echte Gefahr, die allerdings von Fliegen ausgeht, ist, dass sie bei Pferden durch ihren dauernden Schmutzeintrag im Augenwinkel schnell eine Bindehautentzündung verursachen.
  •  Beunruhigend für Pferde sind im Freien die Bremsen. Ihre schmerzhaften Stiche vermiesen Pferd und Reiter so manchen Ausritt und machen die Vierbeiner hochgradig nervös.

    Insekten können extrem nerven und Pferde entsprechend nervös machen.
    Insekten können extrem nerven und Pferde entsprechend nervös machen.
  • Lausfliegen krabbeln tief ins Fell, in die Mähne und den Schweif sowie in die hinteren Schenkelfalten. Sie erschrecken die Tiere durch ihre Bewegungen und ihre schmerzhaften Stiche.

Typische krankmachende Insekten 

  • Alle Formen von Stechmücken wie Kriebelmücken, Gnitzen und Schnaken können Krankheiten übertragen. Ihr allergener Speichel gilt als die Hauptursache für das Sommerekzem und andere Krankheiten, die mit starkem Juckreiz einhergehen. Pferde, die nicht daran gewöhnt sind, bekommen von zu vielen Kriebelmückenstichen allergische Schwellungen und Kreislaufprobleme.
  • Im Gepäck stechender und saugender Plagegeister können spezifische Krankheitserreger unter anderem Thelazien (Augenwürmer) und Filarien (Fadenwürmer) sein.
  • Zecken können beim Festsaugen an der Haut bei Pferd und Mensch die schlimme Krankheit Borreliose übertragen.
  • Dasselfliegen legen ihre gelblichen Eier auf dem Fell der Tiere ab, die dann die schlüpfenden Larven beim Fellknabbern aufnehmen. Der typische Innenparasit findet so seinen Weg!

Effizienter Fliegenschutz im Stall…

Fast jede Behausung verschafft einen gewissen Fliegenschutz. Schon eine offene Weideschutzhütte hilft. In der Regel sind Ställe und Schutzhütten umso effektiver, je kühler und dunkler sie sind. Im Sommer Fenster abzudunkeln, schadet daher sicher nicht.

In kühlen, dunklen Behausungen können sich Pferde am besten von Insekten erholen.
In kühlen, dunklen Behausungen können sich Pferde am besten von Insekten erholen.

Besonders wichtig ist daneben eine gepflegte, saubere Einstreu. Täglich sollten eine gründliche Reinigung und ein Austausch stattfinden! Fliegen finden hygienische Ställe unattraktiv. So besteht automatisch ein gewisser Fliegenschutz. Saubere Tröge und Trinkanlagen sind besonders wichtig, damit Fliegen hier erst gar nicht die Obstreste finden, die sie so lieben. Dasselbe gilt natürlich für die Pferde selbst: Saubere, gewaschene Pferde ziehen Insekten deutlich weniger an als verschwitzte Drecknasen.

…und auf der Weide

Als Weideflächen sollten möglichst trockene Wiesen dienen, da die meisten Insekten Feuchtgebiete als Lebensraum bevorzugen. Es kann sehr sinnvoll sein, die Pferde zu bestimmten Zeiten von der Weide zu holen. Äußerlichen Fliegenschutz können Fliegenmasken und Decken bieten.

Fliegenschutz durch Fliegendecke
Fliegendecken verschaffen gewisse Erleichterung gegen die fiesen Plagegeister.

Ergänzender Fliegenschutz kann durch Auftragen von Insektenschutzmitteln wie Sprays oder Salben auf das Pferd erfolgen oder alternativ über ein Besprühen der Stallwände mit einem wirksamen Repellent. Hierbei sollte natürlichen, unbedenklichen Produkten zum Schutz von Mensch, Pferd und Umwelt der Vorzug gegeben werden. Eine Behandlung mit diesen Mitteln muss regelmäßig erfolgen, um einen optimalen Schutz gegen ungebetene Plagegeister zu erreichen.

 

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Christine

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Meine Leidenschaften Schreiben und Pferde bekomme ich bei Loesdau perfekt unter einen Hut. Seit November 2011 sind Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne und externe Kommunikation sowie die Sozialen Medien meine beruflichen „Spielfelder“.
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Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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