Was hilft bei Sommerekzem?

Wenn es beißt und kratzt ist eine Frage allgegenwärtig: Was hilft bei Sommerekzem? Franziska, unsere Produktmanagerin für Futter- und Pflegemittel bei Loesdau, hat Erfahrung mit der Pflege von Ekzemerpferden. Wie sie Araber Aladdin helfen konnte, das lästige Sommerekzem im Zaum zu halten, verrät sie euch gerne. „Sommerekzem? Wen juckts?“, lacht sie und bestätigt: „Aladdin jedenfalls nicht mehr!“ Ihre gesamte Maßnahmen-Palette schildert sie euch in diesem Blogbeitrag:

„Es ist wieder soweit: Die Tage werden länger, die Sonne scheint und zack sind sie wieder da, die lästigen Gnitzen und Kriebelmücken…und schon geht bei Araber Aladdin das Jucken und Schubbern an Schweif und Mähne los. Das kenne ich bereits, denn Aladdin ist Ekzemer. Erste Maßnahme: Ekzemerdecke! Eine große Auswahl an Ekzemerdecken findest du hier.

Was wirklich hilft: Ekzemerdecke

Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass die Ekzemerdecke locker sitzt und alle empfindlichen Bereiche wie Mähne, Bauch und Schweif gut abdeckt sind. Die Bewegungsfreiheit muss erhalten bleiben und das Material der Decke sollte dicht und strapazierfähig sein. An den Tagen, an denen Aladdin besonders empfindlich auf die Plagegeister reagiert, trägt er noch das passende Kopfteil zur Decke oder eine Fliegenmaske.

Momentan trägt er diese Decke.

Araber mit Ekzemerdecke
Franziska hat es geschafft, Aladdin das Leben im Sommer zu erleichtern: Maßnahme Nummer 1 gegen das Sommerekzem ist eine Ekzemerdecke.

 

Bevor er zu seinen Freunden auf die Weide darf, wird er an den noch sichtbaren Stellen großzügig mit Fliegenspray eingesprüht. Wichtig ist, dass er während der Morgen- und Abenddämmerung in seiner Box steht. In dieser Zeit sind die fliegenden Biester besonders aggressiv und zahlreich vertreten.

Inzwischen ist Aladdin 7-jährig. Angefangen hat das Jucken und Schubbern als er 4 Jahre alt war. Seitdem wird er ab Mitte März bis Mitte Oktober/Anfang November lückenlos eingedeckt. Ohne Decke? Für Aladdin leider keine Option.

Natürlich ist die Pflege der betroffenen Stellen ein weiterer, ganz wichtiger Punkt. Dabei müssen verschiedene Produkte voneinander unterschieden werden.

Vorbeugende Maßnahmen bei Sommerekzem

Als vorbeugende Maßnahmen um die Haut gesund, elastisch und strapazierfähig zu erhalten verwende ich gerne das Animal Tierpflegeöl von Ballistol. Dieses gibt es als Pflegetücher oder als pures Öl (71690+ 8817-5).  Auch hilft dieses Produkt beim Ablösen von Krusten und Herauslösen von Schuppen.

Im April wurde einmal vergessen, Aladdin einzudecken und schwupps, war es passiert: Die halbe Mähne war abgescheuert.

Komplettbehandlung bei Sommerekzem

In so einem Fall bekommt Aladdin eine Komplettbehandlung: Zuerst, natürlich nur wenn es die Temperaturen zulassen, wasche ich die betroffenen Stellen mit klarem Wasser ab und verwende dazu alle 2 Wochen Shampoo zum Beispiel Loesdaus Teebaumöl-Pferdeshampoo oder Loesdaus Pferdefit Pferde-Shampoo.
Danach creme ich die Stellen an Mähne und Schweif entweder mit einer Hautlotion, die Aloe Vera enthält (Loesdaus Pferdefit mit Aloe Vera oder Loesdaus Pferdefit Aloe-Salbe) oder mit einem pflegenden Hautöl (bio Hautöl von Leovet oder Wiemerskamper Pflegeöl) ein.

Wenn ich im Frühjahr/Sommer eine wunde Bauchnaht entdecke oder Hautstellen, die für die fiesen, fliegenden Biester eine super Angriffsfläche bieten, decke ich diese gerne mit einer kühlenden und beruhigenden Tonerde (Loesdaus Pferdefit Tonerde-Paste) ab. Damit die ganze Tonerde nicht unter den Fingern klebt, ziehe ich dabei Einmalhandschuhe (Latex Handschuhe Vetrol Medical) an. Die Tonerde kann ich auch empfehlen, falls euer Ekzemer mal Stellen haben sollte, die zwingend geschützt werden müssen!

Wichtig!
Sollten Hautstellen entzündet sein, ist natürlich eine fachmännische Reinigung verbunden mit Desinfektion und Behandlung unerlässlich. In solchen Fällen kann der Rat eines Tierarztes unerlässlich sein, da die Gefahr einer großen Infektion durch Viren, Bakterien und Pilze stark ansteigt!

Fütterungsempfehlungen: Was kann helfen?

Auch über die Fütterung könnt ihr Einfluss nehmen. Die Entstehung des Sommerekzems bei frühzeitigem Fütterungsbeginn kann eingedämmt werden. Zum einen bietet sich hier die Zugabe von Lein– oder Schwarzkümmelöl an. Das Schwarzkümmelöl sollte nur saisonmäßig von März bis Oktober gefüttert werden, um einen Gewöhnungseffekt zu verhindern. Schwarzkümmelöl kann nicht nur bei Atemwegsproblemen helfen, sondern auch lindernd auf Ekzeme, Hautprobleme und Hautirritationen wirken! Die Fütterungsempfehlung findest du im Blogbeitrag „Schwarzkümmelöl in der Pferdefütterung.“
Leinöl, welches reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, kann entzündungshemmend und positiv auf das Immunsystem wirken. Damit Haut und Immunsystem gesund bleiben, ist ein gesunder Stoffwechsel das A und O!
Mariendistel und Artischocke können die Leber und damit den Stoffwechsel positiv beeinflussen! Unterstützend hat sich bei Aladdin auch das Produkt Loesdaus Pferdefit Eczema-Fit bewährt. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Kräutern und Knoblauch in Pelletform, die sich einfach zufüttern lassen und von Aladdin gerne gefressen werden.

Zusammenfassend habe ich bisher, durch diese Maßnahmen, das Sommerekzem von Aladdin gut im Griff und er kann gemeinsam mit seinen Freunden auch im Sommer die Koppel genießen.“

Experten von Loesdau

Experten von Loesdau

Die meisten Loesdau Mitarbeiter sind entweder selbst Pferdebesitzer oder Reiter, zumindest aber Pferdeliebhaber. Sie reiten Dressur oder Western, sind Springreiter oder Züchter, Pferdefotograf oder -physiotherapeut, Trainer oder Reitlehrer. Sie sammeln ständig Eindrücke in allen Belangen rund um ihre Vierbeiner und bilden sich auf ihrem Spezialgebiet ständig fort. Außerdem machen die Kolleginnen und Kollegen permanent neue, interessante Erfahrungen, treffen wiederum Spezialisten und wissen in Sachen Pferd definitiv Bescheid. So ist jeder auf seinem Gebiet ein echter Experte und immer up-to-date. Aktuell bedeutendes Wissen erhalten sie in Seminaren, Kursen oder Lehrgängen.
Experten von Loesdau

Über Experten von Loesdau

Die meisten Loesdau Mitarbeiter sind entweder selbst Pferdebesitzer oder Reiter, zumindest aber Pferdeliebhaber. Sie reiten Dressur oder Western, sind Springreiter oder Züchter, Pferdefotograf oder -physiotherapeut, Trainer oder Reitlehrer. Sie sammeln ständig Eindrücke in allen Belangen rund um ihre Vierbeiner und bilden sich auf ihrem Spezialgebiet ständig fort. Außerdem machen die Kolleginnen und Kollegen permanent neue, interessante Erfahrungen, treffen wiederum Spezialisten und wissen in Sachen Pferd definitiv Bescheid. So ist jeder auf seinem Gebiet ein echter Experte und immer up-to-date. Aktuell bedeutendes Wissen erhalten sie in Seminaren, Kursen oder Lehrgängen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.