Schwarzkümmelöl in der Pferdefütterung

Schwarzkümmelöl ist etwas, das uns in letzter Zeit immer häufiger im Zusammenhang mit gesunder Pferdefütterung begegnet. Aber woher kommt er auf einmal, dieser Schwarzkümmel? Gehört er in die Kategorie der neuen „Superfoods“? Oder ist es ein uraltes Heilmittel unserer Vorfahren? Franziska, Loesdaus Produktmanagerin für Futter- und Pflegemittel, hat sich für euch ausführlich mit dem Thema Schwarzkümmel in der Pferdefütterung beschäftigt.

Schwarzkümmel als Heilpflanze gibt es schon sehr lange. Er gehört zu den fast vergessenen, uralten Heilmitteln vergangener Zeiten und fällt definitiv nicht in die Kategorie modischer Superfoods. Bereits im alten Ägypten vor über 2000 Jahren war Schwarzkümmel neben der Verwendung als Gewürz auch als hochgeschätztes Naturheilmittel in der Humanmedizin bekannt. Sogar im Grab des Tutenchamun wurde eine Flasche des kostbaren Schwarzkümmelöls als Grabbeigabe für das Leben nach dem Tod gefunden. Angewandt wurde er damals bei Kopfschmerzen, Erkältungen und Entzündungen. Ursprünglich stammt der Schwarzkümmel aus Kleinasien. Heute wird er in Ägypten, Pakistan, Indien, der Türkei, dem Iran und Irak angebaut.

So schön und so heilsam: die Schwarzkümmelölpflanze

Was genau ist Schwarzkümmel?

Der echte Schwarzkümmel zählt zu den Hahnenfußgewächsen. Die Samen werden aus mohnähnlichen Kapseln, der bis zu 50 cm hohen krautigen Pflanze gewonnen. Schwarzkümmel ist nicht wie vom Namen her angenommen mit Kreuzkümmel oder gar Kümmel verwandt. Natürlich gibt es verschiedene Schwarzkümmelarten, denen unterschiedliche Wirkungen als Heilpflanze zugesprochen werden. Achtet daher auf die Wahl des Schwarzkümmels. Die Art Nigella garidella ist sogar giftig; der Türkische- und der Damaszener Schwarzkümmel sind nur als Zierpflanzen geeignet. Nigella sativa (Ägyptischer Schwarzkümmel) hingegen weist über 100 wertvolle Inhaltsstoffe auf und ist nach wie vor von großer Bedeutung für die Naturheilkunde.

Schwarzkümmel für Pferde

Aber zurück zur Fütterung: Bei welchen Problemen kann denn nun der Schwarzkümmel für Pferde hilfreich sein? Generell wird dem ägyptischen Schwarzkümmel eine immunstabilisierende und regulatorische Funktion auf das Immunsystem und damit auch auf den Stoffwechsel nachgesagt. Um nur einige Eigenschaften des Schwarzkümmels zu nennen: Er soll entzündungshemmend, antibakteriell und antimykotisch (pilztötend) wirken.

Deshalb kann eine Fütterung bei folgenden Symptomen sinnvoll sein:

  • COB (Chronisch obstruktive Bronchitis)
  • Allergien, insbesondere Heustauballergie
  • schwaches Immunsystem
  • Stoffwechselprobleme
  • Arthritis, Arthrose
  • Ekzeme, Hautprobleme, Hautirritationen

 Schwarzkümmel kann in verschiedenen Variationen dem Pferd zugefüttert werden.

Die Möglichkeiten reichen von der Fütterung ganzer bzw. geschroteter Samen bis hin zu Pellets. Besonders hervorzuheben ist die Fütterung des reinen Schwarzkümmelöls bzw. Ölmischungen mit Schwarzkümmelölanteilen.

Schwarzkümmelöl- und Samen

Bei Pferden die das Öl nicht so gern aufnehmen, empfiehlt sich die Fütterung von Samen oder Pellets. Äußerlich angewendet können einige Tropfen Öl auf gereizter oder wunder Haut Juckreiz lindern und die Heilung fördern. Und noch ein Tipp: Die Befeuchtung von Heu mit einer Mischung aus Wasser und einigen Tropfen Schwarzkümmelöl kann sich positiv auf Heustauballergiker auswirken!

Wie viel Schwarzkümmel sollte ich füttern?

Für ein Großpferd mit etwa 600 kg Körpergewicht empfehlen sich folgende Dosierungen:

Schwarzkümmelpellets:           60-100 g täglich unter das Futter mischen.

Schwarzkümmelöl:                   ca. 15-25 ml täglich unter das Futter mischen

Schwarzkümmelsamen:           1-3 EL täglich unter das Futter mischen

Schwarzkümmelpellets

Woher resultiert die positive Wirkung hauptsächlich?

Die Zusammensetzung der Inhaltstoffe, die zusammen sehr positiv wirken, ist wohl das Geheimnis des Schwarzkümmels. Im ägyptischen Schwarzkümmel (Nigella sativa) sind über 100 Inhaltsstoffe enthalten, darunter fette Öle (hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren), ätherische Öle und wertvolle Spurenelemente. Da die exakte Wirkungsweise und die komplette Zusammensetzung von Medizinern noch nicht ausreichend verstanden wurden, gilt die positive Wirkung des Schwarzkümmels immer noch nicht als erwiesen. Trotzdem gibt es bereits hunderte Studien welche die Wirksamkeit bei verschiedenen Erkrankungen bestätigen.

Loesdau hat folgende Schwarzkümmelprodukte für euch im Angebot:

 

Quellen:

Peter Schleicher, Mohammad Saleh: Natürlich heilen mit Schwarzkümmel. Südwest-Verlag 2009

Irene Dalichow: Universalheilmittel: Sanfte Unterstützung aus der Natur von Aloe Vera bis Zitrone. Goldmann Verlag 2012

schwarzkuemmeloel360.net; Stand 12/16

 

Experten von Loesdau

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Die meisten Loesdau Mitarbeiter sind entweder selbst Pferdebesitzer oder Reiter, zumindest aber Pferdeliebhaber. Sie reiten Dressur oder Western, sind Springreiter oder Züchter, Pferdefotograf oder -physiotherapeut, Trainer oder Reitlehrer. Sie sammeln ständig Eindrücke in allen Belangen rund um ihre Vierbeiner und bilden sich auf ihrem Spezialgebiet ständig fort. Außerdem machen die Kolleginnen und Kollegen permanent neue, interessante Erfahrungen, treffen wiederum Spezialisten und wissen in Sachen Pferd definitiv Bescheid. So ist jeder auf seinem Gebiet ein echter Experte und immer up-to-date. Aktuell bedeutendes Wissen erhalten sie in Seminaren, Kursen oder Lehrgängen.
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Ein Kommentar zu “Schwarzkümmelöl in der Pferdefütterung

  1. Marlene Schäfer

    Ich füttere schon lange Schwarzkümmel und nehme ihn auch selbst. Ergebnis: bei den Pferden: erfreuen sich guter Gesundheit und Lebensfreude; haben außerdem beide sehr schönes Lang -und Deckhaar. Bei mir selbst: ich hatte z.B. diesen Winter noch keine nennenswerte Erkältung und habe schöne und gesunde Haut. Da ist wohl kein weiterer Kommentar nötig, oder? Sehr guter und informativer Artikel!
    VlG, MS.

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