Wintervorbereitungen für Stall und Weide

Freut euch auf den Winter! Die kalte Jahreszeit ist, wenn ihr entsprechende Wintervorbereitungen für euer Pferd, den Stall, der Reitplatz und die Weide getroffen habt, eine tolle Sache. Geschützt vor unliebsamen Überraschungen und eingestellt auf kalte Temperaturen kann der Winterspaß kommen!

Ab und zu kann es jetzt schon wieder passieren, dass uns nachts der Frost überrascht. Spätestens wenn es dann aber auch tagsüber richtig kalt wird, sollten Pferdebesitzer alle Wintervorbereitungen treffen.

2014-10-09 wintervorbereitungen
Im Herbst gibt es bereits ab und zu frostige Temperaturen.

Hier eine kleine Checkliste, die euch hilft, die richtigen Wintervorbereitungen für euer Pferd, den Stall und den Reitplatz oder die Reithalle zu treffen:

Wintervorbereitungen fürs Pferd

  • Die ersten kühlen Tage sind ein guter Zeitpunkt, um mit dem Scheren des Pferdes zu beginnen. Je nach Training und Haltung könnt ihr zwischen verschiedenen Schermustern, die für euer Pferd geeignet sind, auswählen.
Je nach Training und Haltung kann zwischen verschiedenen Schermustern gewählt werden.
  • Bitte denkt daran: Geschorene Pferde brauchen immer die passende Decke! Um den Schutz des Fells auszugleichen, reicht im Herbst eine relativ dünne Decke. An kalten Wintertagen braucht das Pferd aber eine gefütterte Decke oder eine zweite Decke zum Unterziehen. Bitte lasst euer Pferd nie ohne Decke nach dem Training in der Kälte oder in der Zugluft stehen.
  • Damit euer Pferd erst gar kein so dickes Winterfell bekommt, könnt ihr alternativ zum Scheren früh mit dem Eindecken beginnen. Fangt an, dünne Decken aufzulegen, bevor das Winterfell wächst. Sonst bringt es nichts mehr und der dicke Winterpelz setzt sich durch.
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Wichtig beim Eindecken ist, dass die Decke den Anforderungen es Pferdes entspricht. Foto-Quelle: Horseware
  • Denkt daran, dass die Pferde bei kaltem Wetter etwas mehr Futter brauchen. Lasst euch im Zweifel beraten, welche Zusatzportion für euer Pferd richtig ist.
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Pferde brauchen bei kaltem Wetter etwas mehr Futter.
  • Beim nächsten Besuch des Hufschmieds, könnt ihr Schneegrips unter die Eisen machen lassen. Durch das Festnageln des Eisens halten die hufeisenförmigen Gummiplatten mit einer Wulst an der Innenkante am Huf. Liegt Schnee, schleudert der Gummiwulst bei jedem Schritt des Pferdes Schnee aus den Hufen, bevor sich Klumpen bilden können.
Schneegrips sind im Winter unter den Eisen sinnvoll.

 

Wintervorbereitungen für Stall und Weide

  • Achtet darauf, dass die Futtervorräte und das Saftfutter nicht einfrieren können.
  • Wasserleitungen können jetzt schon wieder einfrieren. Kontrolliert die Tränken deshalb täglich und aktiviert die Heizsysteme.
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Tränken müssen frostsicher gemacht werden.
  • Bei euch am Stall gibt es Außenwasserhähne und einen Waschplatz? Dann bitte frostsicher machen!
  • Jetzt heißt es: Koppeln gründlich ebnen, bevor der Boden gefriert.
  • Räumt alles, das gefrieren könnte, aus eurem Putzkoffer.
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Putzkoffer aufräumen, damit nichts gefriert.
  • Bitte passt unbedingt bei Ausritten die Geschwindigkeit an die neuen Bodenverhältnisse an. Eisplatten und gefrorene Pfützen können für böse Überraschungen sorgen.
  • Auch der Reithallenboden will winterfest gemacht werden. Es gibt Zusätze, die eingearbeitet werden können, damit er nicht gefriert. Zum Beispiel Magnesiumchlorid. Vor dem ersten Frost sollten circa 0,3 bis 1 kg Magnesiumchlorid je m² auf dem Reitsand verteilt werden. Danach sollte der Reitboden am besten einmal mit dem Reitplatzplaner abgeschleppt werden.

Christine

Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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