Hördur kommt in die Kinos

Hördur kommt am 29. Oktober 2015 in die Kinos. Der neue Pferdefilm arbeitet gegen die Klischees der Ponyhof-Romantik, sowohl optisch, als auch inhaltlich. Produzentin Steffi Plattner erzählt euch im Exklusiv-Interview alles über Hördur: von der Idee zum Film bis hin zu ihrer großen Liebe – den Islandpferden.

Gewinnspiel Hördur
Gewinnt 2 von 20 Kinokarten für den Film Hördur!

Wie entstand die Idee, einen Pferdefilm zu machen?

Die Idee entstand spontan auf einer Autofahrt von Hamburg nach Süddeutschland. Der Regisseur Ekrem Ergün stieg zu mir ins Auto und überzeugte mich davon, wie wichtig es wäre einen „Pferdefilm“ zu machen. Während der fünfstündigen Fahrt entwickelten wir die Idee zu Hördur.

Ein Pferdefilm nicht nur für Islandpferdefans.
Ein Pferdefilm nicht nur für Islandpferdefans.

Wie wollen Sie sich mit Hördur von anderen Pferdefilmen abheben?

Hördur ist kein klassischer Pferdefilm im Sinne von Ponyhofromantik. Wir zeigen den Pferdehof nicht als goldene, verklärte Welt, die nur für ein bestimmtes Klientel erreichbar ist, sondern als Arbeitswelt, die viel körperlichen Einsatz verlangt und einem Mädchen aus schwierigen Verhältnissen einen Weg aufzeigt. Darüber hinaus ist Hördur für einen Pferdefilm sehr sozialkritisch und behandelt tiefgreifende Konflikte. Insofern ist Hördur definitiv nicht nur etwas für Pferdefans.

Ein Pferdefilm fernab von Ponyhof-Romantik: Hördur. HÖRDUR-zwischen den Welten / Storming Donkey Productions Foto: Oliver Feist Aylin (Almila Bagriacik;li) wird erneut von Jacqueline (Ceci Chuh;re) provoziert.
Ein Pferdefilm fernab von Ponyhof-Romantik: Hördur.
HÖRDUR-zwischen den Welten / Storming Donkey Productions
Foto: Oliver Feist
Aylin (Almila Bagriacik;li) wird erneut von Jacqueline (Ceci Chuh;re) provoziert.

Was war Ihr Ziel, das Sie mit dem Film verfolgten? 

Wir wollen einerseits starke Konflikte mit dem Thema Pferd verbinden und andererseits einen Unterhaltungsfilm machen, der zum Nachdenken anregt. Darüber hinaus möchten wir vor allem jungen Menschen eine Perspektive aufzeigen.

Hördur bietet Aylin eine neue Perspektive.
Hördur bietet Aylin eine neue Perspektive.

Können Sie die Handlung von Hördur kurz skizzieren?

In der Schule wird Aylin von ihren Mitschülern gemobbt, zu Hause muss sie sich um ihren kleinen Bruder Emre kümmern und ihr Vater Hasan ist hauptsächlich damit beschäftigt, das Existenzminimum für die Familie zu sichern. Als sich Aylin im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftig gegen das Mobbing wehrt, sind Sozialstunden auf einem Pferdehof die Konsequenz. Obwohl Aylin zunächst ähnlich verloren scheint zwischen Misthaufen, Schubkarre und der abweisenden Hofbesitzerin Iris, fühlt sie sich magisch angezogen vom wilden Islandpferd Hördur. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Aylin entdeckt dabei gegen alle Widerstände ihre wahre Leidenschaft und ganz besondere Gabe: das Reiten. Sie will es sich von niemandem mehr nehmen lassen, auch nicht von Hasan, der Reiten für ein dekadentes Hobby der Deutschen hält und Aylin das Reiten verbietet.

Wie kamen Sie auf die Besetzung mit Hördur?

Hördur stand bereits mit der Idee als Besetzung fest. Es war sofort klar, dass, wenn wir einen Pferdefilm machen würden, Hördur der Titelheld werden muss.

Der Titelheld Hördur stand bereits vor dem ersten Casting fest!
Der Titelheld Hördur stand bereits vor dem ersten Casting fest!

Warum musste es gerade ein Islandpferd für den Film sein? 

Zum einen sind Islandpferde durch ihr robustes Wesen sehr verlässlich und charakterstark und somit sehr gut für Filmarbeiten geeignet. Zum anderen ging es uns wie bereits erwähnt nicht um das Pferd als Statussymbol oder Luxusobjekt, sondern eher um das Pferd als verlässlichen Partner, Seelentröster und Spiegel. Natürlich stehen viele Rassen dafür, aber das Islandpferd sticht besonders hervor durch seine Robustheit, Kraft und Charakterstärke. .

Sind Sie selbst Islandpferde-Fan?

Ich bin ein ganz großer Islandpferde-Fan! Ich reite seit meinem 3. Lebensjahr und die Begeisterung hält bis heute an. Die Arbeit an dem Film hat meine Begeisterung für diese unerschütterliche Rasse noch verstärkt.

Islandpferde sind charakterstark und unerschütterlich.
Islandpferde sind charakterstark und unerschütterlich.

Was ist für Sie das Besondere an Islandpferden?

Sie sind sehr robust und haben einen tollen Charakter. Sie sind unerschütterlich, verlässlich und trotzdem sehr energiegeladen. Sie sind ein toller Partner im Sport und in der Freizeit.

Haben Sie selbst Islandpferde?

Ja, ich habe selbst Islandpferde. Meine Familie kaufte das erste Islandpferd vor 35 Jahren. Meine Schwester und ich reiten immer noch mit Begeisterung und haben uns sogar eine kleine Islandpferdezucht aufgebaut.

Ein tolles Team: Hördur, Aylin und Hofbesitzerin Iris.
Ein tolles Team: Hördur, Aylin und Hofbesitzerin Iris.

Wie ist Ihr Gefühl bei Ihrem Spielfilm-Debüt?

Ich bin überwältigt von der Dimension, die der Film angenommen hat. Wir hatten eine unglaublich tolle Crew und einen tollen Dreh. Bei einem Debut gleich mit Tieren zu drehen, davon haben uns viele abgeraten, aber die Islandpferde haben mich nicht im Stich gelassen! Nun freue ich mich auf den Kinostart und hoffe, dass ganz viele Menschen ins Kino gehen und unseren Film mögen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Gewinnt am besten gleich jetzt Kinokarten für diesen tollen Film! Loesdau verlost vom 16.10.2015 bis zum 19.10.2015 zehn mal zwei Karten für Hördur! Hier geht’s zum Gewinnspiel.

 

Christine

Christine

Meine Leidenschaften Schreiben und Pferde bekomme ich bei Loesdau perfekt unter einen Hut. Seit November 2011 sind Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne und externe Kommunikation sowie die Sozialen Medien meine beruflichen „Spielfelder“.
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Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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