Der spanische Zopf auf dem Mähnenkamm

Unsere DH-Studentin Thea aus dem Loesdau E-Commerce Team liebt einen spanischen Zopf an ihrem Asterix und zeigt euch wie er geflochten wird:

„Für den spanischen Zopf gibt es verschiedene Bezeichnungen wie zum Beispiel auch französischer Zopf oder Bauernzopf. Ein spanischer Zopf liegt fest oben auf dem  Mähnenkamm auf. Richtig geflochten sieht ein spanischer Zopf nicht nur sehr schick aus, sondern sorgt auch noch für eine schönere Oberlinie. Daher verwende ich diesen Zopf sehr gerne auf Turnieren. Euer Pferd sollte dafür eine mittellange bis lange Mähne haben. Die Länge, die ihr auf den Fotos seht, sollte circa die Mindestlänge betragen – hier gilt: je länger, desto besser.

Spanischer Zopf: Minimallänge der Mähne
Die Mähne von Asterix hat die Minimallänge für einen spanischen Zopf.

Zu Beginn teilt ihr die Mähne eures Pferdes in eine Doppelmähne auf. Es ist wichtig, dass auf beiden Seiten ungefähr gleich viel Mähne liegt und so wenig Löcher wie möglich vorhanden sind, da ein spanischer Zopf möglichs gleichmäßig geflochten werden sollte und ansonsten Löcher sichtbar sind. Je dicker die Mähne des Pferdes ist, desto dicker wird auch der Zopf. Bei einer dicken Mähne kämme ich besonders gründlich, da eine normale Mähnenbürste oft gar nicht komplett durchkommt. Daher kämme ich hier von oben und anschließend auch von unten gründlich.

Zum Flechten erhöht stehen

Dann suche ich mir eine Erhöhung zum Flechten. Bitte verwendet keine Stühle mit Lehne oder ähnliches, da hier die Gefahr sehr hoch ist, über die Lehne zu fallen. Außerdem sollte eure Erhöhung sehr stabil stehen, damit sie nicht umkippt wenn ihr am Rand steht.

Asterix steht der spanische Zopf doch extrem gut. Was meint ihr?
Asterix steht der spanische Zopf doch extrem gut. Was meint ihr?

Bevor ich mit dem Flechten beginne, stelle ich meinem Pferd etwas zu fressen auf den Boden. Dies kann auch eine Hand voll Heu sein – wichtig ist nur, dass der Kopf auf dem Boden ist während ihr flechtet. Wird ein spanischer Zopf bei erhobenem Kopf geflochten, kann es passieren, dass er sich komplett aufzieht, wenn das Pferd irgendwann den Kopf senkt und Spannung auf den Zopf kommt. Dem beuge ich vor, indem ich den Zopf direkt in der Position flechte, in der der Hals am stärksten gestreckt ist. Zudem wirkt der Zopf aufgerichtet dann umso voluminöser.

So sitzt ein spanischer Zopf mittig

Zum Flechten nehme ich mir zu Beginn eine Strähne quer über den Mähnenkamm und teile sie in drei Strähnen. Am besten wird der Zopf, wenn ihr euch zum Flechten leicht über das Pferd beugt, damit er möglichst mittig sitzt und nicht zu einer Seite gezogen wird. Dann fange ich an zu flechten und nehme wie bei einem normalen französischen Zopf immer von links und rechts jeweils eine Strähne dazu. Das Ganze wird ordentlich festgezogen, damit der Zopf am Ende nicht auseinanderfällt. Kurz vor dem Widerrist gehe ich dann dazu über, die restliche Mähne komplett auf meine Seite zu nehmen. Dann nehme ich nur noch von oben eine Strähne dazu. So läuft der Zopf sanft zur Seite aus und das Ende liegt nicht unter dem Sattel.

Bänder sorgen für Halt

Bei relativ kurzen Mähnen arbeite ich auch gerne noch Bänder in die Mähne ein. Dies sorgt für zusätzlichen Halt. Am Ende kann man einzelne kürzere Haare noch mit Haarspray fixieren. Der Zeitaufwand für solch einen Zopf ist mit ungefähr 10 Minuten relativ gering. Gut geflochten hält der Zopf mindestens einen Tag durch, oft sogar zwei.

Thea

Über Thea

Schon als Kind hatte ich nichts anderes als Pferde im Kopf. Trotzdem musste ich einige Jahre betteln, bis meine Eltern mir die ersten Reitstunden erlaubten. Ab diesem Zeitpunkt war es restlos um mich geschehen. So oft ich konnte verbrachte ich meine Zeit im Stall. So wunderte es keinen, dass ich später eine Lehre zur Pferdewirtin machte. Mit 19 erfüllte ich mir meinen größten Traum und kaufte meine Reitbeteiligung, ein damals 12-jähriges rheinisch-deutsches Kaltblut. Asterix hatte noch keinerlei dressurmäßige Ausbildung genossen und ich bildete ihn selbstständig aus. Gehörten früher intensive Dressurarbeit, Ausritte, kleinere Sprünge und viel Bodenarbeit zu den Dingen, die Asterix und ich gerne gemacht haben, so stehen heute altersbedingt eher gemütliche Ausritte, Bodenarbeit und lockere Übungen auf dem Platz auf dem Programm, denn: wer rastet, rostet!

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