Welche Sattelunterlage ist die richtige?

Aus Baumwolle oder Lammfell, blau, rot oder knallpink, dick oder dünn, in unterschiedlichen Formen und Designs: Sattelunterlagen gibt es in Hülle und Fülle. Damit ihr den Durchblick behaltet bei so viel Auswahl und genau wisst, welche Sattelunterlage für euch die richtige ist, hat Lea, unsere Produktmanagerin für Sattelunterlagen, die wichtigsten Auswahlkriterien für euch zusammengestellt.

„Ihr braucht ein Westernpad, eine Schabracke oder doch eine Satteldecke für euren Englischsattel? Genau diese Fragen solltet ihr euch in einem ersten Step stellen, wenn ihr eine neue Sattelunterlage braucht. Denn unterschieden wird zu Beginn des Entscheidungsfindungsprozesses nach dem Verwendungszweck und den damit verbundenen Anforderungen an eine Sattelunterlage.

Für Englischsättel: Schabracken und Satteldecken

Für Englischsättel werden meist Schabracken oder Satteldecken verwendet. Die Hauptfunktion von Sattdeldecken, die der Form des Sattels nachempfunden sind, oder der eleganteren Schabracken, besteht im Schutz des Sattels vor Schweiß, Dreck und Feuchtigkeit. Gleichzeitig sollen sie Druckstellen vorbeugen, Reibungseffekte und damit Wundreibung verhindern und den Sattel in seiner Position stabilisieren. Zu den wichtigsten Anforderungen an Satteldecken und Schabracken zählen deshalb die Atmungsaktivität, Druckabsorption, Waschbarkeit, Langlebigkeit, Rutschfestigkeit und Passform.

Qualitätskriterien einer Sattelunterlage

Eine gute Sattelunterlage sollte anatomisch geformt sein. Das bedeutet, dass die Rückennaht der Sattelunterlage der Rückenlinie des Pferdes nachempfunden ist. Nur so kann verhindert werden, dass die Sattelunterlage am Widerrist scheuert. Achtet deshalb auch immer darauf, die Sattelunterlage beim Satteln gut auszukammern, also den Stoff in den Sattelkanal einzuziehen. Sie darf nicht direkt auf dem Widerrist aufliegen. Damit die Sattelunterlage unter dem Sattel keine Falten wirft sollte sie nicht zu dünn sein. Eine zu dicke Sattelunterlage hingegen kann die Kammerweite verengen. Ideal ist deshalb eine Dicke von ca. 0,5-1,5 cm. Das Material muss auch eine gewisse Festigkeit aufweisen um formbeständig zu bleiben.

Die Unterseite der Sattelunterlagen

Um atmungsaktiv und pflegeleicht zugleich zu sein, eignen sich für die Unterlagen-Unterseite vor allem Baumwollstoffe wie Molton oder Köper. Auf der Unterlagen-Oberseite setzen edle Stoffe wie Satin oder Samt optische Highlights. Für Naturliebhaber oder empfindliche Pferde können Filz-Sattelunterlagen eingesetzt werden. Polyester-Gewebe sind besonders pflegeleicht und formbeständig. Die Wattierung besteht in der Regel aus Polyester-Vlies oder Wollfilz. Dickere Sattelunterlagen wie das Flexipad von Passier eignen sich besonders gut für junge, untrainierte Pferde mit wenig Rückenmuskulatur und deshalb noch empfindlicherem Rücken.

Sattelunterlagen: nicht nur reine Geschmacksache

Ist das passende Material und die richtige Form gefunden, sind den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt. In unserem Online-Shop findest du garantiert auch deine Lieblingsschabracke oder Satteldecke, ob mit Kontrasteinfass, Zierkordel oder Strassbiese.

Passt ein Sattel trainingsbedingt nicht ganz ideal, helfen speziell gepolsterte Sattelunterlagen und Pads. Sie können kleine Ungenauigkeiten ausgleichen und helfen den Druck des Sattels und des Reitergewichts noch besser zu verteilen und zu dämpfen. Hier eignen sich Lammfell-Pads hervorragend, da sie temperaturregulierend wirken und Druck gleichmäßig verteilen. Idealerweise sind die Pads im Wirbelsäulenbereich ausgeschnitten, um nichts einzuengen wie z.B. unser Lammfell-Sattelkissen, Horse-friends.
Da Gel-Pads kompakt sind und nicht luftdurchlässig, empfehlen sich Gel-Pads mit Ventilationslöchern. Sie verhindern einen Hitzestau, der sich negativ auf die empfindliche Rückenmuskulatur auswirken könnte. Mit Lüftungslöchern sind sie eine empfehlenswerte Alternative, z.B. das ACAVALLO Gel-Sattelpad.

Atmungsaktivität, Stoßdämpfung, Reibungshemmung

Atmungsaktivität, Stoßdämpfung, Reibungshemmung und Druckentlastung versprechen die bewährten Pads von Acavallo. Das neue Acavallo Memory Foam Pad Close Contact verbindet diese Eigenschaften mit denen des Gel-Pads. Seine spezielle ausgeschnittene Form verhindert, dass sich der Reiter „weit weg“ vom Pferd fühlt. Die Hilfengebung wird nicht beeinträchtigt. Generell gilt auch bei den Pads, weniger ist mehr und kein Pad ersetzt den Sattler.

Bei kleineren Passungenauigkeiten kann jedoch ein Front Riser Pad (im vorderen Bereich erhöht) oder ein Back Riser Pad (hinten erhöht) helfen, wie z.B. das neue Wintec Half Comfort Pad vorne erhöht oder hinten erhöht.

Kombi-Artikel gegen das Stapeln auf dem Pferderücken

Du möchtest keinen Stapelwettbewerb auf dem Pferderücken gewinnen und liebst es schnell und praktisch? Dann sind Kombi-Artikel wie z.B. unsere Schabracke Wellness von horse-friends mit integriertem Moosgummi-Pad und Anti-Rutsch-Unterseite das Richtige für dich. Auch die Lammfell-Schabracke mit Memoryschaum kombiniert die positiven Eigenschaften mehrerer Pads in einem. Die Aussparung im Wirbelsäulenkanal verhindert eine Verengung der Kammerweite. Da Westernsättel zu den Bocksätteln gehören, die kein eigenes Polster mitbringen, ist ein gut gepolstertes Pad immens wichtig. Das Pad mindert den Druck des Sattels und dämpft Stöße ab. Wichtig ist, dass die Rückenlinie des Pads anatomisch geformt ist, es atmungsaktiv ist und gut trocknet.

Ich hoffe ihr habt den Durchblick behalten und findet die passende Sattelunterlage für euch und euer Pferd.

Einige meiner Lieblingsstücke habe ich hier für euch zusammengestellt:

Schabracke Loesdaus Diamonds jetzt auch in den Trendfarben plum und royalblau.

Klassisch elegant – die neue Schabracke Loesdaus Arezzo in bester deutscher Qualität.

Besonders funktional ist die Schabracke Anatomica von Equest. Ihre Form ist perfekt an den Rücken des Pferdes angepasst. Dank PVC-Ecke an der Gurtschlaufe ist sie besonders langlebig. Unser Satteldecken-Klassiker Loesdaus Malta ist ab sofort in neuen modischen Farben erhältlich.

Überzeugte auch in wissenschaftlichen Untersuchungen, das Trapezmuskelentlastungspad von Passier.

Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken wünscht euch Lea

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Über Experten von Loesdau

Die meisten Loesdau Mitarbeiter sind entweder selbst Pferdebesitzer oder Reiter, zumindest aber Pferdeliebhaber. Sie reiten Dressur oder Western, sind Springreiter oder Züchter, Pferdefotograf oder -physiotherapeut, Trainer oder Reitlehrer. Sie sammeln ständig Eindrücke in allen Belangen rund um ihre Vierbeiner und bilden sich auf ihrem Spezialgebiet ständig fort. Außerdem machen die Kolleginnen und Kollegen permanent neue, interessante Erfahrungen, treffen wiederum Spezialisten und wissen in Sachen Pferd definitiv Bescheid. So ist jeder auf seinem Gebiet ein echter Experte und immer up-to-date. Aktuell bedeutendes Wissen erhalten sie in Seminaren, Kursen oder Lehrgängen.

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