Sporen richtig einsetzen

Die Frage: „Wann ist der Einsatz von Sporen sinnvoll und welches Modell passt am besten zu mir?“, beschäftigt uns Reiter. Die Herm. Sprenger Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG in Iserlohn ist seit rund 145 Jahren einer der bekanntesten Hersteller von Metallwaren der Pferdesportbranche – unter anderem auch von Sporen.

Die Auswahl an Sporen ist riesig: Welche Sporen sollten wann zum Einsatz kommen?

Wir haben die Sporen-Experten gefragt, ob die historische Redewendung „Die Sporen muss man sich erstmal verdienen!“ auch heute noch für jeden Reitschüler und Reiter zutrifft. Hier ihre Antwort:

„Ja, natürlich und das zu Recht, denn der Einsatz von Sporen sollte Reitern vorbehalten sein, die bereits über einen ausbalancierten Sitz und eine ruhige Schenkellage verfügen. Auch sollte das Verständnis dafür da sein, dass Sporen nicht zum Treiben da sind, sondern in erster Linie dazu dienen, die Schenkelhilfen des Reiters zu verfeinern. Mit Hilfe von Sporen lassen sich deutlichere und impulsartigere Signale setzen, als mit einer reinen, eher großflächig wirkenden Schenkelhilfe. Um zu vermeiden, dass ein Pferd am Sporen „abstumpft“, sollten die gesetzten Signale dabei immer bewusst gegeben werden.

Der Ausbildungsstand von Reiter und Pferd spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl der passenden Sporen. Sporeneinsteiger sollten sich für abgerundete und eher kurze Sporen entscheiden wie zum Beispiel die Sprenger Sporen ultrafit mit Kugelende.

Sporeneinsteiger sollten sich für abgerundete und eher kurze Sporen entscheiden.

Junge Pferde sollten bereits die Hilfengebung eines treibenden Schenkels verstanden haben, bevor sie mit Sporen geritten werden.

Weiter ausgebildete Pferde und Reiter können bei Bedarf auf stärker einwirkende wie z.B. die Sprenger Sporen ultra-fit Extra-fit, mit Ballrad oder längere Sporen ausweichen, wobei auch hier immer das Motto gelten sollte „so stark wie nötig aber so weich wie möglich“.

Sporen sollten nicht zum Treiben, sondern zum Verfeinern der Schenkelhilfen eingesetzt werden.

In verschiedenen Phasen der Ausbildung kann es auch hilfreich sein, nur kurzfristig stärkere Sporen einzusetzen und langfristig wieder auf weichere Sporen zurückzugreifen.

Für Reiter mit langen Beinen macht häufig auch ein längerer Sporen Sinn. Ist der Abstand vom Absatz zum Pferd sehr groß, neigt der Reiter bei einem zu kurzen Sporen häufig dazu, den Absatz hoch zu ziehen. Für extreme Fälle gibt es sogenannte Schwanenhalssporen, bei denen der Sporenhals nach oben gebogen ist.

Da Sporen im Stall und beim Reiten regelmäßig Dreck, Sand, widrigen Witterungsbedingungen, Sonneneinstrahlung und Wasser ausgesetzt sind, sollte man beim Kauf auf hochwertige Materialien setzen. Die Ultra fit und Ultra fit Extra Grip Sporen von Sprenger sind aus hochwertigem Edelstahl hergestellt und extrem robust, bruchfest und langlebig. Zudem haben sie eine sehr gute Passform und lassen sich durch die innovative Balkenholschlaufe bequem am Fuß anbringen, ohne Druckstellen zu verursachen oder das Leder von Stiefeln oder Stiefeletten zu beschädigen. Besonders die mit weichem aber robustem Gummi ummantelten Sporen schonen das Leder und sorgen für einen rutschfreien Sitz des Sporens an der Ferse.

Mit weichem aber robustem Gummi ummantelte Sporen schonen das Leder und sind rutschsicher.

Die beliebtesten Sporenmodelle haben eine Dornlänge von 2 bis 3,5 cm und einen abgerundeten Sporenhals. Die Einwirkung bei Sporen ohne Rad wird stärker, je kantiger und schmaler das Halsende der Sporen ist. Bei Sporen mit Rad ist ein dickeres Rad weicher als ein schmaleres und Zacken wirken natürlich stärker als glatte runde Rädchen.

Damit ein Pferd am Sporen nicht „abstumpft“, sollten Signale immer bewusst gegeben werden.

Wichtig ist, dass das Rädchen nicht fest sitzt, sondern sich jederzeit frei drehen kann. Vor allem im Fellwechsel kann es passieren, dass sich zwischen Rädchen und Dorn Haare und Schmutz festsetzen und dadurch Verletzungen entstehen.“

Die Einwirkung bei Sporen ohne Rad wird stärker, je kantiger und schmaler das Halsende der Sporen ist.

 

Christine
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Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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