Die wichtigsten Tipps zur Hufpflege

In der nasskalten Jahreszeit solltest du besonders auf die Hufpflege achten! Denn Schnee ist zwar toll – aber leider in vielen Regionen ein seltener Gast im Winter. Stattdessen ist es auf Paddocks und Reitplätzen jetzt meistens schlammig und matschig. Lena, unsere  Produktmanagerin für Pferdefutter und -pflege, hat dir einige wichtige Tipps zu Hufgesundheit und Hufpflege zusammengeschrieben:

Gesundes Pferd – gesunde Hufe: Es gibt einiges zu beachten, damit die Hufe deines Pferdes  elastisch und gesund bleiben. Hufpflege ist ein tägliches Muss!

„Es ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren, damit Pferde gesund bleiben. Neben pferdegerechter Fütterung und Haltung müssen sie sich bewegen und wir müssen sie täglich pflegen, damit ihre Hufe und ihr Fell gesund bleiben. Ein paar Tipps, was du tun kannst, um die Hufgesundheit zu unterstützen, gebe ich dir in diesem Beitrag. Problemen wie Strahlfäule oder brüchigen Hufen kannst du durch tägliche Hufpflege vorbeugen. Aber jetzt erst einmal von ganz vorne und zum Aufbau der Hufe.

Der Aufbau des Pferdehufs

Die Hufe bestehen aus Horn. Die Wände und der Tragrand sind ziemlich hart, während der Strahl und der Trachtenbereich dagegen weicher sind. Das Horn benötigt ungefähr ein Jahr, bis es einmal komplett durchgewachsen ist. In regelmäßigen Abständen (ca. alle 6 bis 8 Wochen) sollten die Hufe durch einen Hufschmied/Huforthopäden bearbeitet werden.

Problemen wie Strahlfäule oder brüchigen Hufen kannst du durch tägliche Pflege vorbeugen.

Perfekte Hufe weisen nicht nur eine korrekte Stellung auf und sind „harmonisch geformt“, sondern das Pferd kommt gut mit unterschiedlichen Böden zurecht. Gesunde Hufe sind weder brüchig, noch haben sie Risse in den Wänden.

Die Aufgaben der Pferdehufe

Die Hufe erfüllen verschiedene Aufgaben: Neben dem Tragen des Gewichtes sind sie auch ein Schutz. Bei Belastung weitet sich der Huf und wirkt stoßdämpfend. Er federt die Bewegungen ab. Zudem sind Untergründe wahrnehmbar und der Huf ist damit quasi ein Gefühlssensor. Umso wichtiger, den Huf durch beisielsweise tägliche Hufpflege, viel Bewegung und optimale Stallhygiene gesund zu halten! Aber wie sehe ich nun, ob ein Huf zum Beispiel an Strahlfäule erkrankt ist?

Perfekte Hufe sind „harmonisch geformt.“ Sie sorgen dafür, dass das Pferd auf unterschiedlichen Böden problemlos klarkommt.

Wie erkenne ich Strahlfäule?

Bei der Strahlfäule spielen Bakterien eine Rolle. Das Horn im Strahlbereich wird durch diese zersetzt und abgebaut. Du erkennst Strahlfäule an dunklen, schwarzen Stellen, die sehr weich sind und immer tiefer werdenden Furchen. Zudem riechen die Hufe faulig und beim Auskratzen fällt eine schmierige Substanz auf. Im schlimmsten Fall kann auch eine Lahmheit auftreten, wenn der Strahl schon sehr gelitten hat.

Ursachen der Strahlfäule und Gegenmaßnahmen

Ursachen sind in erster Linie mangelnde Hygiene und schlechte Haltung. Der Stall sollte regelmäßig und gründlich gemistet werden, damit die Hufe möglichst wenig mit Kot und Urin in Berührung kommen. Auch die Hufpflege kann eine Rolle spielen. Durch falsche Hufbearbeitung und zu wenig Bewegung können Strahlfäule sowie andere Hufkrankheiten begünstigt werden. Deshalb ist bei der Hufgesundheit regelmäßige Bewegung sehr wichtig. Dadurch förderst du die Durchblutung und Nährstoffe können verteilt werden. Der Huf bleibt elastisch und wird gut versorgt.

So muss ein gesunder Huf ohne Strahlfäule aussehen. Strahlfäule wird begünstigt durch mangelnde Hygiene und Bewegung, schlechte Haltung oder falsche Hufbearbeitung.

Hat ein Pferd bereits Strahlfäule entwickelt, achte unbedingt auf eine gründliche Hygiene. Der Hufschmied entfernt bei seinem Besuch das verfaulte Horn, so gut es zu diesem Zeitpunkt möglich ist. Tägliches Auskratzen und Kontrollieren sowie der Einsatz von desinfizierenden Mitteln kann die Bakterien und ihre Verbreitung einschränken.

Strahlgesundheit unterstützen? Wie geht das?

Zur Unterstützung der Strahlgesundheit können folgende Produkte helfen: Loesdaus Pferdefit Hufprotect bringst du in den gesäuberten Strahlfurchen auf. Du kannst es vorbeugend einmal die Woche oder bei Problemen auch mehrmals wöchentlich verwenden. Durch die organische Kupferverbindung wird der Strahl trocken gehalten und vor äußeren Einflüssen geschützt. Das KERALIT® Strahl-Liquide trägst du auf den sauberen Huf auf. Es kann gegen Zersetzungsprozesse helfen, da eine Milieu-Änderung auf der Oberfläche vorgenommen wird. Das Mittel nimmt den Keimen die optimalen Bedingungen für ihre Vermehrung. Ein anderes Pflegeprodukt ist das PARISOL Strahl- und Hufspray. Es kann das Eindringen von Bakterien verhindern und den Strahl trocknen.  Weitere Produkte für die Strahlpflege sind leovet Strahlsan, leovet Strahlserum, Keralit undercover uvm.

Sowohl zu trockene als auch zu matschige Untergründe können sich negativ auf die Hufe auswirken. Die tägliche Hufpflege unterstützt dein Pferd, gesunde Hufe zu behalten.

Aber auch in der trockenen Jahreszeit und wenn Pferde sich viel auf sandigen Böden aufhalten, können die Hufe austrocknen und brüchig werden. Auch eine falsche Fütterung oder falsche Hufbearbeitung können zum Ausbrechen führen, wenn beispielsweise durch Stellungsfehler die Kräfte ungleichmäßig verteilt sind.

Anwendung von Huffett & Hufölen

Fehlt den Hufen Feuchtigkeit, kannst du sie zunächst wässern und anschließend dünn einfetten. Im Normalfall ist der tägliche und intensive Einsatz von Huffett zwar gut gemeint, verhindert aber auch das Eindringen von Feuchtigkeit. Huffett kann die Hufe pflegen und schützen, sollte aber gleichzeitig nicht die natürlichen Prozesse verhindern. Pferde, die beispielsweise durchs nasse Gras laufen, nehmen über die Hufe Feuchtigkeit auf und halten sie dadurch geschmeidig, die Verwendung von Fett ist hier bei vielen Pferden dann nicht mehr nötig. Ein zu viel an Feuchtigkeit bei zu matschigen Untergründen kann aber auch negativ sein.

Huffett kann die Hufe pflegen und schützen, sollte aber gleichzeitig nicht die natürlichen Prozesse verhindern. Huföle können die Feuchtigkeitsbalance im Pferdehuf positiv unterstützen.

Hier kann dann ein Eindringen von zu viel Feuchtigkeit abgemildert werden. Huföle sind somit sowohl geeignet, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, andererseits kann aber auch dafür gesorgt werden, dass bei zu trockenen Hufen nach ausgiebigem Wässern die Feuchtigkeit im Huf behalten wird. In vielen Hufpflegeprodukten findet man Lorbeeröl. Lorbeer kann sich positiv auf das Hufwachstum auswirken und besitzt eine antibakterielle und antiseptische Wirkung. Gerade am Kronsaum kann es sich positiv auf das Hornwachstum auswirken. Loesdaus Pferdefit Huf-Gel oder von Leovet das Huffett oder auch von Keralit die Salbe enthalten Lorbeeröl.

Täglich: Hufe auskratzen!

Neben der bereits angesprochenen Hygiene im Stall und natürlich auch auf dem Paddock ist es zudem wichtig, dass die Hufe regelmäßig ausgekratzt werden, damit Steine, Schmutz und mögliche Fremdkörper rechtzeitig entfernt werden. Neben den klassischen Hufkratzern und den Hufbürsten ist die Huf-Duo-Bürste Azzuro von Haas eine perfekte Kombination aus stabilem Kratzer und einer guten Bürste, um die Hufe zu säubern. Die Bürste liegt gut in der Hand und ihre Borsten reinigen verschmutzte Hufe gründlich.

Die Hufbürste Azzurro von Haas ist eine perfekte Kombination aus stabilem Kratzer und einer guten Bürste, um die Hufe zu säubern.

Gute Grundversorgung ist wichtig!

Ebenfalls wichtig bei der Hufgesundheit ist die optimale Versorgung mit essentiellen Nährstoffen. Viele Pferde werden nicht bedarfsgerecht gefüttert und durch Mangel an bestimmten Nährstoffen oder aber durch Überversorgung kann die Hufqualität leiden. Gerade ein Mangel kann zum Beispiel zu Problemen mit brüchigem Horn führen. Hilfreich ist hier bereits eine gute Grundversorgung mit Raufutter und ggf. einem Mineralfutter. Zusätzlich kann die gezielte Zuführung von Mineralstoffen hilfreich sein.

Zuführung von Mineralstoffen

Biotin ist ein Stoff, der sich positiv auf die Hornqualität auswirken kann. Biotin kann vom Pferd im Darm synthetisiert werden und normalerweise ist durch die Fütterung und die Synthese die Versorgung sichergestellt. Wenn die Darmflora allerdings gestört ist, kann eine ausreichende Produktion oftmals nicht mehr stattfinden. Durch das Biotin wird das Hornwachstum angeregt und kann sich auch gut auf das Fellwachstum und die Haut auswirken. Folgende Produkte findest du dazu im Loesdau-Shop: Loesdau Pferdefit BIOTIN Turbo und Loesdau Pferdefit BIOTIN Pellets. Neben dem Pulver und den Pellets kann auch ein Leckstein wie beispielsweise der Mineralleckstein Plus Biotin eine gute Ergänzung in der Pferdefütterung darstellen.

Viele Pferde werden nicht bedarfsgerecht gefüttert. Durch Mangel an bestimmten Nährstoffen oder durch Überversorgung kann die Hufqualität leiden.

Das Spurenelement Zink wirkt sich nicht nur positiv auf Haut und Fell aus, es kann sich auch positiv auf die Hufqualität auswirken. Zink ist enthalten in Loesdau Pferdefit Zink Plus und in Agrobs Zink pur. Zink ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und ist zudem wichtig für das Immunsystem. Ein Mangel kann sich bei den Hufen beispielsweise in Form von Wachstumsstörungen und brüchigem Horn zeigen.

Unterstützende Kräutermischungen

Loesdaus Pferdefit Huf-Complet enthält wertvolle Nährstoffe, die sich positiv bei Hufproblemen auswirken können. Neben Biotin und Bierhefe sind auch wertvolle Kräuter wie beispielsweise Acker-Schachtelhalm und Brennnesselkraut enthalten. Die Kräuter sind beispielsweise eine natürliche Schwefelquelle und wirken sich zudem positiv auf diverse Vorgänge aus. Die organische Schwefelverbindung MSM kann die Keratin-Bildung positiv unterstützen. Keratin ist ein Protein, das für Struktur und Aufbau des Horns benötigt wird.

Bei Hufproblemen bitte den Rat vom Tierarzt/Hufschmied oä. einholen! ADMR beachten.

 

 

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Die meisten Loesdau Mitarbeiter sind entweder selbst Pferdebesitzer oder Reiter, zumindest aber Pferdeliebhaber. Sie reiten Dressur oder Western, sind Springreiter oder Züchter, Pferdefotograf oder -physiotherapeut, Trainer oder Reitlehrer. Sie sammeln ständig Eindrücke in allen Belangen rund um ihre Vierbeiner und bilden sich auf ihrem Spezialgebiet ständig fort. Außerdem machen die Kolleginnen und Kollegen permanent neue, interessante Erfahrungen, treffen wiederum Spezialisten und wissen in Sachen Pferd definitiv Bescheid. So ist jeder auf seinem Gebiet ein echter Experte und immer up-to-date. Aktuell bedeutendes Wissen erhalten sie in Seminaren, Kursen oder Lehrgängen.

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