Die wichtigsten Tipps zur Hufpflege

Pferde sind Bewegungstiere. Damit sie gesund bleiben, sollten sie jeden Tag bewegt werden und/oder auf die Weide kommen. Außerdem musst du dafür sorgen, dass die Boxen gemistet und die Weiden abgesammelt werden. Zudem müssen wir die Hufe und das Fell pflegen. Schnell kann es sonst zu gesundheitlichen Problemen bei den Tieren kommen wie Scheuerstellen, Parasiten im Fell, Strahlfäule oder brüchige Hufe. Zur Zeit ist es natürlich auch wichtig, dass du dich mit anderen abstimmst, damit nicht zu viele auf einmal im Stall oder in der Reithalle sind. Halte dich auch unbedingt an wichtige Regeln, damit du dich und andere nicht in Gefahr bringst und alle gesund bleiben – auch dein Pferd, um das du dich dann, der Situation angemessen, kümmern kannst. Lena ist Produktmanagerin für Pferdefutter und -pflege und hat dir einige wichtige Tipps zu Hufgesundheit und Pflege zusammengeschrieben:

Gesundes Pferd – gesunde Hufe: Es gibt einiges zu beachten, damit die Hufe deines Pferdes  elastisch und gesund bleiben.

„Es ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren, damit Pferde gesund bleiben. Neben pferdegerechter Fütterung und Haltung müssen sie sich bewegen und wir müssen sie täglich pflegen, damit ihre Hufe und ihr Fell gesund bleiben. Ein paar Tipps, was du tun kannst, um die Hufgesundheit zu unterstützen, gebe ich dir in diesem Beitrag. Problemen wie Strahlfäule oder brüchigen Hufen kannst du so vorbeugen. Die Hufe bestehen aus Horn. Die Wände und der Tragrand sind ziemlich hart, während der Strahl und der Trachtenbereich dagegen weicher sind. Das Horn benötigt ungefähr ein Jahr, bis es einmal komplett durchgewachsen ist. In regelmäßigen Abständen (ca. alle 6 bis 8 Wochen) sollten die Hufe durch einen Hufschmied/Huforthopäden bearbeitet werden. Ein Hufschmied sollte auch in Zeiten von Corona zu deinem Pferd kommen.

Problemen wie Strahlfäule oder brüchigen Hufen kannst du durch tägliche Pflege vorbeugen.

Perfekte Hufe weisen nicht nur eine korrekte Stellung auf und sind „harmonisch geformt“, sondern das Pferd kommt gut mit unterschiedlichen Böden zurecht. Gesunde Hufe sind weder brüchig, noch haben sie Risse in den Wänden. Die Hufe erfüllen verschiedene Aufgaben: Neben dem Tragen des Gewichtes sind sie auch ein Schutz. Bei Belastung weitet sich der Huf und wirkt stoßdämpfend. Er federt die Bewegungen ab. Zudem sind Untergründe wahrnehmbar und der Huf ist damit quasi ein Gefühlssensor.

Perfekte Hufe sind „harmonisch geformt.“ Sie sorgen dafür, dass das Pferd auf unterschiedlichen Böden problemlos klarkommt.

Bei der Strahlfäule spielen Bakterien eine Rolle. Das Horn im Strahlbereich wird durch diese zersetzt und abgebaut. Du erkennst Strahlfäule an dunklen, schwarzen Stellen, die sehr weich sind und immer tiefer werdenden Furchen. Zudem riechen die Hufe faulig und beim Auskratzen fällt eine schmierige Substanz auf. Im schlimmsten Fall kann auch eine Lahmheit auftreten, wenn der Strahl schon sehr gelitten hat. Ursachen sind in erster Linie mangelnde Hygiene und schlechte Haltung. Der Stall sollte regelmäßig und gründlich gemistet werden, damit die Hufe möglichst wenig mit Kot und Urin in Berührung kommen. Auch die Hufpflege kann eine Rolle spielen. Durch falsche Hufbearbeitung und zu wenig Bewegung können Strahlfäule sowie andere Hufkrankheiten begünstigt werden. Deshalb ist bei der Hufgesundheit regelmäßige Bewegung sehr wichtig, dadurch wird die Durchblutung gefördert und Nährstoffe können verteilt werden. Der Huf bleibt elastisch und wird gut versorgt.

So muss ein gesunder Huf ohne Strahlfäule aussehen. Strahlfäule wird begünstigt durch mangelnde Hygiene und Bewegung, schlechte Haltung oder falsche Hufbearbeitung.

Hat ein Pferd bereits Strahlfäule entwickelt, sollte unbedingt auf eine gründliche Hygiene geachtet werden. Der Hufschmied entfernt bei seinem Besuch das verfaulte Horn, so gut es zu diesem Zeitpunkt möglich ist. Tägliches Auskratzen und Kontrollieren sowie der Einsatz von desinfizierenden Mitteln kann die Bakterien und ihre Verbreitung einschränken.
Zur Unterstützung der Strahlgesundheit können folgende Produkte helfen: Loesdaus Pferdefit Hufprotect wird in die gesäuberten Strahlfurchen aufgebracht. Es kann vorbeugend einmal die Woche oder bei Problemen auch mehrmals wöchentlich verwendet werden. Durch die organische Kupferverbindung wird der Strahl trocken gehalten und schützt vor äußeren Einflüssen. Das KERALIT® Strahl-Liquide wird auf den sauberen Huf aufgetragen und kann gegen Zersetzungsprozesse helfen, da eine Milieu-Änderung auf der Oberfläche vorgenommen wird. Dadurch werden den Keimen die optimalen Bedingungen für ihre Vermehrung genommen. Ein anderes Pflegeprodukt ist das PARISOL Strahl- und Hufspray, welches das Eindringen von Bakterien verhindern und den Strahl trocknen kann. Weitere Produkte für die Strahlpflege sind leovet Strahlsan, leovet Strahlserum, Keralit undercover uvm.

Sowohl zu trockene als auch zu matschige Untergründe können sich negativ auf die Hufe auswirken. Pferdehufe, die durch feuchtes Gras laufen, nehmen Feuchtigkeit auf.

In der trockenen Jahreszeit und wenn Pferde sich viel auf sandigen Böden aufhalten, können die Hufe austrocknen und brüchig werden. Auch eine falsche Fütterung oder falsche Hufbearbeitung können zum Ausbrechen führen, wenn beispielsweise durch Stellungsfehler die Kräfte ungleichmäßig verteilt sind. Wenn den Hufen Feuchtigkeit fehlt, kannst du die Hufe zunächst wässern und anschließend dünn einfetten. Im Normalfall ist der tägliche und intensive Einsatz von Huffett zwar gut gemeint, verhindert aber auch das Eindringen von Feuchtigkeit. Huffett kann die Hufe pflegen und schützen, sollte aber gleichzeitig nicht die natürlichen Prozesse verhindern. Pferde, die beispielsweise durchs nasse Gras laufen, nehmen über die Hufe Feuchtigkeit auf und halten sie dadurch geschmeidig, die Verwendung von Fett ist hier bei vielen Pferden dann nicht mehr nötig. Gleichzeitig kann aber ein zu viel an Feuchtigkeit, zum Beispiel in der nassen Jahreszeit und bei zu matschigen Untergründen auch negativ sein.

Huffett kann die Hufe pflegen und schützen, sollte aber gleichzeitig nicht die natürlichen Prozesse verhindern. Huföle können die Feuchtigkeitsbalance im Pferdehuf positiv unterstützen.

Hier kann dann ein Eindringen von zu viel Feuchtigkeit abgemildert werden. Huföle sind somit sowohl geeignet, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, andererseits kann aber auch dafür gesorgt werden, dass bei zu trockenen Hufen nach ausgiebigen Wässern die Feuchtigkeit im Huf behalten wird. In vielen Hufpflegeprodukten findet man Lorbeeröl. Lorbeer kann sich positiv auf das Hufwachstum auswirken und besitzt eine antibakterielle und antiseptische Wirkung. Gerade am Kronsaum kann es sich positiv auf das Hornwachstum auswirken. Loesdaus Pferdefit Huf-Gel oder von Leovet das Huffett oder auch von Keralit die Salbe enthalten Lorbeeröl.

Neben der bereits angesprochenen Hygiene im Stall ist es zudem wichtig, dass die Hufe regelmäßig ausgekratzt werden, damit Steine, Schmutz und mögliche Fremdkörper rechtzeitig entfernt werden. Neben den klassischen Hufkratzern und den Hufbürsten ist die Huf-Duo-Bürste Azzuro von Haas eine perfekte Kombination aus stabilem Kratzer und einer guten Bürste, um die Hufe zu säubern. Die Bürste liegt gut in der Hand und ihre Borsten reinigen verschmutzte Hufe gründlich.

Die Hufbürste Azzurro von Haas ist eine perfekte Kombination aus stabilem Kratzer und einer guten Bürste, um die Hufe zu säubern.

Ebenfalls wichtig bei der Hufgesundheit ist die optimale Versorgung mit essentiellen Nährstoffen. Viele Pferde werden nicht bedarfsgerecht gefüttert und durch Mangel an bestimmten Nährstoffen oder aber auch durch Überversorgung kann die Hufqualität leiden. Gerade ein Mangel kann zum Beispiel zu Problemen mit brüchigem Horn führen. Hilfreich ist hier bereits eine gute Grundversorgung mit Raufutter und ggf. einem Mineralfutter. Zusätzlich kann die gezielte Zuführung von Mineralstoffen hilfreich sein.

Biotin ist ein Stoff, der sich positiv auf die Hornqualität auswirken kann. Biotin kann vom Pferd im Darm synthetisiert werden und normalerweise ist durch die Fütterung und die Synthese die Versorgung sichergestellt. Wenn die Darmflora allerdings gestört ist, kann eine ausreichende Produktion oftmals nicht mehr stattfinden. Durch das Biotin wird das Hornwachstum angeregt und kann sich auch gut auf das Fellwachstum und die Haut auswirken. Folgende Produkte findest du dazu im Loesdau-Shop: Loesdau Pferdefit BIOTIN Turbo und Loesdau Pferdefit BIOTIN Pellets. Neben dem Pulver und den Pellets kann auch ein Leckstein wie beispielsweise der Mineralleckstein Plus Biotin eine gute Ergänzung in der Pferdefütterung darstellen.

Viele Pferde werden nicht bedarfsgerecht gefüttert. Durch Mangel an bestimmten Nährstoffen oder durch Überversorgung kann die Hufqualität leiden.

Das Spurenelement Zink wirkt sich nicht nur positiv auf Haut und Fell aus, es kann sich auch positiv auf die Hufqualität auswirken. Zink ist enthalten in Loesdau Pferdefit Zink Plus und in Agrobs Zink pur. Zink ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und ist zudem wichtig für das Immunsystem. Ein Mangel kann sich bei den Hufen beispielsweise in Form von Wachstumsstörungen und brüchigem Horn zeigen.

Loesdaus Pferdefit Huf-Complet enthält wertvolle Nährstoffe, die sich positiv bei Hufproblemen auswirken können. Neben Biotin und Bierhefe sind auch wertvolle Kräuter wie beispielsweise Acker-Schachtelhalm und Brennnesselkraut enthalten. Die Kräuter sind beispielsweise eine natürliche Schwefelquelle und wirken sich zudem positiv auf diverse Vorgänge aus. Die organische Schwefelverbindung MSM kann sich positiv auf die Keratin-Bildung auswirken. Keratin ist ein Protein, welches für Struktur und Aufbau benötigt wird.

Bei Hufproblemen bitte den Rat vom Tierarzt/Hufschmied oä. einholen! ADMR beachten.

 

 

Christine

Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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