Sicher Reiten: Reithelme (Teil 2)

Reithelme gibt es mittlerweile in allen erdenklichen Ausführungen, Farben und Größen. Doch welcher ist der Richtige für dich? Wann musst du deinen Helm ersetzen?
Sonja hat drei Helme getestet und erklärt dir, was du beim Kauf beachten musst.


Das Allererste, was uns bei der ersten Reitstunde beigebracht wird ist, dass beim Reiten immer ein Helm getragen werden muss. Es darf beim ersten Mal auch der Fahrradhelm sein. Dieser sollte aber bald durch einen Reithelm ersetzt werden. Mehr dazu kannst du im Beitrag Mehr Sicherheit für Reitanfänger lesen. Meistens kannst du in den Reitschulen auch einen Reithelm ausleihen. Aber einen eigenen Helm zu haben ist natürlich immer besser, auch hygienetechnisch.

Es gilt: Auf’s Pferd immer nur mit Helm

Was musst du beim Reithelm kaufen beachten?

Alle Helme, die du bei Loesdau kaufen kannst, sind nach CE VG-01.040 2014-12 geprüft und zertifiziert. Diese Normen stellen sicher, dass dich der Helm im Notfall gut schützt. Geprüft werden die Helme mit dieser Norm auf ihren Sitz sowie die Widerstandfähigkeit. Weiterhin werden die Materialien und die Reithelme Quetsch-, Fall-, Durchdringungs- und Abstreifprüfungen unterzogen.
Dein Helm sollte gut sitzen, nicht drücken und auch nicht wackeln oder runterfallen, wenn du deinen Kopf schüttelst oder dich kopfüber nach vorne beugst.
Nach einem Sturz solltest du deinen Helm sofort austauschen, ganz egal, wie alt er ist. Auch nach fünf Jahren solltest du ihn ersetzen, denn dann kann der Helm dich eventuell nicht mehr so gut schützen, weil zum Beispiel das Material porös geworden ist.

Welcher Reithelm passt zu dir?

Das kommt ganz darauf an, wie gut du schon reitest und was du mit deinem Pferd machst. Wenn du zum Beispiel lange Ausritte im Gelände machen möchtest, sollte dein Helm sehr bequem und gut belüftet sein, denn du musst ihn über längere Zeit tragen.
Helme haben je nach Hersteller auch unterschiedliche Formen der Schale.
Gut zu wissen: Seit einer Weile sind Helme auch in den hohen Klassen der Dressur statt dem klassischen Zylinder Pflicht.

Der Helmtest

Ich habe vier Helme ausgesucht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der black forest Reithelm ist vergleichsweise günstig, erfüllt aber voll und ganz seinen Zweck. Der Mistrall-2 von CASCO ist in ganz vielen Farben erhältlich, die man sonst so nicht sieht – rot zum Beispiel. Da ist aber die Preisklasse auch etwas höher.

Sicherheits-gefühl
Komfort
Anpassung
Belüftung
Feeling
Looks

 

black forest Reithelm

Eine ähnliche Variante dieses Helms habe ich lange gehabt und bin sehr zufrieden damit.
Der Helm ist durch die dickere Polsterung super bequem. Diesen Helm kannst du nicht in der Größe verstellen, deshalb solltest du beim Kauf darauf achten, dass er gut sitzt. Gerade wenn du, wie ich, lange Haare hast und sie auch mal zu einem Zopf bindest oder flechtest. Für kleine Köpfe ist dieser Helm sogar ab der Größe 52 erhältlich.

CASCO Reithelm Youngster

Diesen Reithelm hatte ich, als ich mit dem Reiten angefangen habe. Damit war ich nicht allein – andere Kinder hatten ihn auch. Der Test war also für mich ein bisschen Back to the Roots. Das Einsteigermodell aus der CASCO Kollektion ist sehr stabil und du kannst ihn optimal in der Größe anpassen. Belüftungsschlitze und das Drei-Punkt-Beriemungssystem machen ihn superbequem. Ich war sehr lange zufrieden mit ihm.

CASCO Reithelm Mistrall-2-Edition

Diesen Helm gibt es nicht nur in schwarz, sondern auch in blau, rot und rosé.
Außerdem kannst du bei diesem, wie auch bei anderen CASCO Helmen, die Farbstreifen tauschen. Ich habe mir den Helm in rot ausgesucht. Das ist mal was anderes, als immer nur in schwarz. Der Helm hat relativ wenig Polster innen, dafür ist die Belüftung sehr gut; ich habe kaum bis gar nicht geschwitzt. Mit dem Rädchen am Hinterkopf ist der Helm sehr gut verstellbar. Mein geflochtener Zopf hat darunter genug Platz gefunden. Alle Polster, die im Helm angebracht sind, sind austauschbar und können gewaschen werden.

Fazit

Keinen Helm aufziehen, ist keine Option. Mir persönlich sind Helme mit mehr Polster innen lieber, denn so können Ungleichheiten zwischen meiner Kopfform und der Form des Helms ausgeglichen werden, ohne zu drücken.
Da ich recht lange Haare habe, binde ich sie beim Reiten immer zu einem Zopf. Der lässt aber meinen Kopfumfang größer werden. Da kann es sein, dass der Helm nicht mehr passt. Deshalb müssen es bei mir immer Helme sein, die verstellbar sind. Im Winter kann man dann auch mal ein Stirnband drunter ziehen, um die Ohren warm zu halten. Bei Casco gibt es zusätzlich immer Winterkits, also Ohrpolster, die leicht angebracht werden können und die Ohren schön warm halten.

 

Sonja

Über Sonja

Pferdeverrückt war ich schon immer. Alles fing mit meiner zuerst überschaubaren Schleich-Pferde Sammlung an, die bald ein unüberschaubares Ausmaß annahm. Mit 8 Jahren durfte ich dann bei der örtlichen Jugendfarm mit dem Reiten anfangen. Die Zeit dort war und ist auch heute noch unvergesslich. Als ich dann aus den Ponys dort "rausgewachsen" bin, hatte ich meine erste Reitbeteiligung, auf die dann viele weitere folgten. Nach meinem Studium, Medieninformatik, fing ich an, als Appentwicklerin bei Loesdau zu arbeiten und konnte mir so endlich das erste eigene Pferd leisten. Den Lipizzaner Wallach Saffa. Zu dem Zeitpunkt war er knappe 3 Jahre alt. Jetzt sind wir mitten in der Ausbildung und ich bin gespannt, wohin die Reise uns führen wird. Wenn du mehr über unseren Ausbildungsweg erfahren willst, halte doch mal Ausschau nach der Beitragsreihe "Saffas Weg" :)

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