Hilfstransport in Breslau angekommen

Wir haben, nachdem unser Hilfstransport mit Pferde- und Hundefutter in Breslau ankam, Post von Maria Garbers von der Centaurus Stiftung bekommen. Diesen Brief wollen wir dir nicht vorenthalten.

Viele Pferde mussten in der Ukraine zurückgelassen werden. Centaurus versucht diese vor Ort zu versorgen.

„An der polnisch-ukrainischen Grenze ist unsere Centaurus Stiftung seit dem Kriegsanfang. Einige unserer Mitarbeiter fuhren dorthin, um zurückgelassene Hunde aufzusammeln. Sie blieben dort für Wochen. Was auf einem verlassenen, ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb, welcher der Stiftung von der Gemeinde zur Verfügung gestellt worden ist, angefangen hat, führen wir bis heute weiter.

Centaurus hilft Menschen und Tieren in neu eingerichteten Camps wie hier zum Beispiel in Medyka.

Wir retten Pferde, Hunde und Katzen aus der Ukraine, helfen Menschen und Tieren hinter der Grenze. Dank der enormen Unterstützung aus der ganzen Welt, bekamen und bekommen wir immer noch Hilfsgüter, wie zum Beispiel auch von Loesdau. Sie kommen direkt in Medyka an oder werden nach Breslau geliefert. Zuerst zu unseren Büroräumen, und wenn diese nicht ausreichen – kommen sie in eine Lagerhalle der Firma Panattoni in der Nähe von Breslau, die uns eine Lagerhalle zur Verfügung gestellt hat.

Hunde und andere Tiere in Not können sich dort erst einmal ausruhen und werden tierärztlich versorgt.

Wir haben bereits große Transporte mit Hunde- Pferde- und Katzenfutter, Medikamenten und Lebensmitteln von Spendern aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Schottland, Österreich, den Niederlanden, Dänemark und vielen anderen Ländern erhalten. Tausende Polen helfen uns. Kürzlich ging ein Anruf ein, in dem um modifizierte Milch für Babys gebettelt wurde, weil die Mütter ihre Nahrung verlieren und die Kinder in ihren Armen sterben. Es ist eine andere Welt. Wir beschäftigen uns im Grunde mit den Tieren. Doch der Krieg in der Ukraine vereint. Wir helfen also allen.

Viele Menschen mussten ihre Tiere zurücklassen, denen sich Centaurus nun annimmt.

Die Leitungen laufen heiß. Wir beantworten täglich ein paar hundert Anrufe pro Person. Messenger leuchtet rot. Wenn wir eine Nachricht öffnen – während wir sie lesen – kommen ein Dutzend weitere. In unser Camp nach Medyka kamen bereits Fernsehsender aus ganz Europa, CNN, BBC und kleinere Sender. Die Bilder aus dem alten ehemaligen staatlichen landwirtschaftlichen Betrieb wurden in die ganze Welt ausgestrahlt. Ein Betrieb ohne fließendes Wasser, Strom und Heizung. Wir haben Container für die Tiere aufgestellt, an einige haben wir schon die Heizung angeschlossen. Generatoren sind jetzt sehr gefragt. Tiere, die zu unseren Lagern kommen, werden von unserem Tierarzt untersucht. Wir arbeiten mit zahlreichen Organisationen in Europa zusammen, die sich um die beste Versorgung der Tiere kümmern. Mehrere hundert Tiere haben unseren Stützpunkt in Medyka durchquert. Hunde und Katzen aus Tierheimen, von Straßen, Bahnhöfen und kleinen Stiftungen.

Regelmäßig bringen Transporter Hilfsgüter in die Lager, um die Tiere mit dem Nötigsten zu versorgen.

In Transportern bringen wir Futter für die Tiere mit. Denn wir können sie nicht alle mitnehmen. Und nicht jeder will seine Tiere abgeben. Die Menschen hoffen, dass der Krieg bald zu Ende ist. Und sie glauben daran.

Erste Hilfe für alle! Centaurus kümmert sich an vielen Orten auf der Welt um Tiere in Not.

Unsere Konvois fahren auch weiterhin hinter die Grenze, versorgen dort Hunde, Pferde, Katzen und Menschen. Unsere Hilfsgüter werden dringend gebraucht, denn obwohl wir nicht als die einzige Organisation dort helfen, ist der Bedarf enorm. Und der Krieg ist nicht zu Ende. Solange er andauert, werden wir helfen, wir versuchen die aus großer Not zurückgelassenen Tiere zu retten und die Menschen, die dort geblieben sind mit dem nötigsten zum Überleben zu versorgen. Mehr von unseren Einsätzen ist hier zu sehen.

Centaurus unterhält auch an anderen Orten große Pferdeasyle. Leider gelingt der Transport der Tiere aus der Ukraine heraus in solche Camps bislang nur sehr schwer.

Weil der Transport der Tiere über die polnische Grenze nur sehr schwer gelingt, haben wir eine Station bei Lviv errichtet, um dort die ukrainischen Tiere zu versorgen und sie später nach Polen bringen zu können. Und auch hier hilft jede Spende. Vielen Dank!“

Christine
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Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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