Fliegenfrei ausreiten 

Du möchtest fliegenfrei ausreiten? Wenn die Sonne scheint und alles blüht und grünt herrschen die perfekten Bedingungen für einen Ausritt, oder? Wenn da nicht diese nervigen Fliegen wären… Sobald auch nur ein Tag T-Shirt Wetter ist, kommen sie aus ihren Löchern gekrochen und überfallen unsere Pferde – und auch uns selbst. Gerade in Gelände, das durch den Wald oder vorbei an Gewässern führt, ist es oft besonders schlimm. Doch deswegen auf den Ausritt verzichten? No way! Der richtige Fliegenschutz muss also her. Was es alles für Möglichkeiten gibt, damit Willi und ich auch an einem fliegenreichen Sommerabend entspannt ausreiten können, zeige ich euch heute 😊  

  Der Klassiker: Fliegenohren und Fliegenspray  

Absolute Basics für einen stressfreien Ausritt sind Fliegenohren und Fliegenspray. Mit Fliegenausreitdecke wird’s noch angenehmer.

So sind wir (wie wahrscheinlich die meisten) bisher immer ausreiten gegangen: Mit einem beliebigen Fliegenspray eingenebelt und zumindest die Ohren durch eine Fliegenmütze geschützt. Besser als gar nichts ist das auf jeden Fall, jedoch hält es die Fliegen nicht komplett fern. Gerade wenn Willi anfängt zu schwitzen, überfallen ihn die Insekten doch häufig. Denn nicht nur nervige Fliegen und Mücken können einen Ausritt verderben, sondern auch vor allem Bremsen, die wirklich schmerzhaft zustechen. Deswegen ist es wichtig, nicht irgendein Fliegenspray zu verwenden, sondern am besten eines, das gegen sämtliche Insekten schützt wie zum Beispiel der Deet Phaser. Damit dein Pferd und du selbst vor sämtlichen Insekten geschützt seid, vergiss nicht, auch dich selbst mit dem Fliegenspray einzusprühen 😊  

 

Ein Tipp für empfindliche Körperstellen deines Pferdes: PFERDEfit by Loesdau Insect-away-Gel

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Das Gel mit dem Wirkstoff Saltidin (Icaridin) kann mit dem beiliegenden Schwamm ganz einfach am Kopf oder an anderen empfindlichen Körperstellen aufgetragen werden, die sich dein Pferd nicht gerne einsprühen lässt. Außerdem schmiere ich mir damit gerne selbst die Beine ein, wenn ich Willi mal in kurzer Hose von einer hohen Weide hole, um mich vor Zecken zu schützen. 

Empfindliche Körperstellen wie die Nüstern werden einfach mit dem hochwirksamen Insect-away Gel eingerieben.

  Für empfindliche Nasen  

Neben den Ohren sind viele Pferde auch an den Nüstern besonders empfindlich. Willi zum Beispiel fängt schon an mit dem Kopf zu schlagen, wenn ein Schwarm dieser ganz kleinen Fliegen um seine Nase kreist. Dafür ist dieses Fliegenschutznetz perfekt: Es ist einfach am Reithalfter zubefestigen und schon sind die Nüstern vor den Fliegen geschützt. Ohne kitzelnde Nase ist dann auch sofort das Kopfschlagen weg. Einen zweiten Vorteil hat das Netz: durch seinen UV-Schutz, verhindert es Sonnenbrand auf rosa Pferdenasen 😊  

Nasenschutz, denn an den Nüstern sind Pferde besonders empfindlich.

  Mit Fliegenmaske gegen die Fliege

Bis jetzt haben wir Ohren und Nase geschützt. Doch manchmal reicht selbst das noch nicht aus. Deswegen versuche ich es mit der Taktik, Willi einfach selbst als Fliege zu tarnen, um seine Artgenossen davon abzuhalten ihn aufzufressen 😉. 

Fliegenfrei ausreiten? Mit Fliegenmaske ist der ganze Kopf perfekt geschützt.

Spaß beiseite 😀! An besonders schlimmen Tagen überfallen die Fliegen den ganzen Kopf und vor allem die Augen. Um diese zu schützen, muss also die Fliegenmaske herhalten, die Willi eigentlich auf der Koppel trägt. Doch ich muss sagen, dass dies mein liebster Fliegenkopfschutz beim Ausreiten ist. Das Auftrensen mit einer Fliegenmaske ist nämlich viel geschickter als mit einer normalen Fliegenhaube. Durch ihren festen Sitz kann Willi sie nicht abschütteln, wenn ich eine Sekunde zu langsam war. Außerdem muss ich nichts hin und her zuppeln. Vor allem das Modell IRISh INNOVATION Fliegenmaske Louisville II finde ich zum Ausreiten perfekt, da es durch sein elastisches Material sehr eng anliegt und so auch unter der Trense nicht stört. Außerdem schwitzt Willi durch die Mesh Einsätze nicht so sehr. Seine Augen werden durch die großen und weit abstehenden Augenabdeckungen nicht irritiert. Der gesamte Kopf ist so den kompletten Ausritt über perfekt geschützt 😊

Selbst wenn wir ins Schwitzen kommen, hat Willi jetzt einen Komplettschutz!

  Fliegenfrei ausreiten mit Komplettschutz  

Was ist mit dem restlichen Körper? Gerade hier machen es sich große Pferdebremsen am liebsten bequem. Da grenzt es schon an Akrobatik, wenn du versuchst an die hinterste Schweifspitze zu kommen, um die Viecher vom Zustechen abzuhalten. Die Lösung? Eine Fliegen-Ausreitdecke, am besten gleich mit Haltsteil.  

Ich habe mich für das Modell im Zebra Look und mit Fransen entschieden. Warum? Der schwarz-weiß Farbeffekt der Zebrastreifen wirkt abweisend auf Insekten und schützt so noch effektiver vor stechenden Plagegeistern. Durch die Bewegung der Fransen beim Reiten werden die Fliegen zusätzlich von Willis Bauch abgehalten.  

Damit sind Willi und ich nun von Kopf bis Fuß vor den Fliegen geschützt und können entspannt durchs Gelände streifen. Nur manchen Fußgängern müssen wir erklären, wie so eine Kreuzung zwischen Pferd, Zebra und Fliege zustande kommt 😝  

 

Willi als Kreuzung aus Fliege, Zebra und Pferd!

 

 

Christine
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Über Christine

Erfahrung/Motivation: Nach einer sehr langen Reitpause begann ich im April 2012 wieder zu reiten. Eine schöne Schwarzwälder Fuchs Stute namens Jeany freute sich genauso wie ich über unsere langen und erholsamen Ausritte durch den Wald. Das Besondere an unserer Verbindung ist und bleibt, dass Jeany es schaffte, mich sehr schnell wieder komplett für Pferde zu begeistern. Zwar gelingt es mir momentan aus beruflichen und familiären Gründen nur ein bis zweimal in der Woche bei den Vierbeinern, die mir so viel geben, zu sein, den Stall zu machen und zu reiten. Aber diese Auszeiten müssen sein! Jeanys Stallgenossen sind wunderschöne Tersker, von denen ich momentan Nadja reiten darf. Wir sind ein relativ neues Team und gewöhnen uns noch im Dressurviereck und im Gelände aneinander – allerdings mit allerbesten Fortschritten!

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