Garmin Blaze im Test

Garmin Blaze – brauchst du das wirklich? Diese Frage habe ich mir direkt gestellt, als es von unserem Produktmanagement bekannt gegeben wurde, dass wir nun einen Tracker für die Überwachung unseres Trainings mit den Pferden bekommen.  

Erste Tendenz: Nein, für was denn?  

Da meine Garmin Uhr aber seit Jahren zu meinem täglichen Begleiter gehört und ich mein persönliches Training auch tracke, gebe ich dem Ganzen eine Chance. Spoiler – ich wurde positiv überrascht.   

Aber lasst uns von vorne starten. Ich habe mir einige Fragen ausgedacht, die ich euch hier beantworte.  

 Wie richte ich den Garmin Blaze ein?  
  1. Auspacken
  2. Aufladen
  3. App herunterladen
  4. Konto einrichten, wenn ihr nicht schon ein Garmin Konto habt.  

Im ersten Schritt muss der Tracker einmal vollständig aufgeladen werden. Das hat bei mir ca. 13 Minuten gedauert. Parallel könnt ihr die App installieren und euch ein Konto einrichten. Wenn ihr schon ein Garmin Konto habt, wird euch das direkt vorgeschlagen. Sonst könnt ihr einfach ein neues anlegen. Dieser Schitt geht maximal 10 Minuten. Also perfekt währen der Tracker geladen wird. Und dann kann es auch schon losgehen: ab in den Stall.

Das vollständige Unboxing findet ihr hier.

Was kann ich mit dem Blaze tracken?  

Ich habe zwei Beispiele für dich: 

1. Trainingseffizienz prüfen: Wie gut trainiere ich mein Pferd, wie gut teile ich die Gangarten auf und welche durchschnittliche Herzfrequenz hat mein Pferd im Training? Ich habe also ein Indoor-Training gestartet und bin ganz normal geritten. Nach dem Training konnte ich sehen, dass ich die Gangarten sehr gleichmäßig aufgeteilt habe. Die durchschnittliche Herzfrequenz war bei ca. 90 bpm (Schläge pro Minute) und die maximale lag bei 125 bpm.

Wenn das nun in Zonen eingeteilt wird, hatte mein Pferd eine sehr geringe Belastung in Zone 0-1 sprich lockeres Grundlagentraining. Das zeigt mir vor allem, dass ich ihn nicht überfordere und ohne Bedenken die Belastung noch etwas erhöhen kann.  

Welche Zone für welches Ziel?  
Gesunderhaltung:  

MODERAT + LOCKER  

  • Fördert Herz-Kreislauf, Fettstoffwechsel, lockert Muskulatur ohne Überlastung. Ideal für lange Schritt-/Trab-Arbeit.  
 Reha & Aufbau nach Verletzung:  

LOCKER, später MODERAT  

  • Schonende Belastung für Sehnen, Bänder und Kreislauf. Zuerst nur Schritt, später leichtes Trabtraining in moderater Zone.  
 Abnehmen / Gewicht halten 

MODERAT  

  • In dieser Zone nutzt der Körper hauptsächlich Fett als Energiequelle. Lange, ruhige Einheiten sind hier am effektivsten. 
 Leistungsaufbau / Muskelaufbau 

AKTIV, punktuell INTENSIV  

  • Trainiert Herz-Kreislauf und Muskulatur gezielt. Kurze intensive Abschnitte können eingebaut werden, aber nur bei gesunden, trainierten Pferden.  
 Sport- / Turnierpferde Spitzensport 

INTENSIV–MAXIMAL  

  • Nur für gut trainierte Pferde und mit Trainingsplan – nicht empfohlen für Freizeitreiter zur Gesunderhaltung.

2. Erholungsphase und Stressmessung: Wir haben ein Pferd mit Pseudonarkolepsie im Stall und wollten die Herzfrequenz über die Nacht messen, in der Hoffnung Stressfaktoren identifizieren zu können. 

Hier wurde parallel auch mit einer Kamera aufgezeichnet. Das Ganze wurde über mehrere Nächte gemacht. Klar zu erkennen war, dass laut der Herzfrequenz kein Stress ablesbar ist. Es sind nur Herzfrequenzspitzen zu erkennen, wenn das Pferd im Stehen einschläft und sich abfangen muss.  

Hier konnten wir sehen, dass wir mit Hilfe des Garmin Blaze nicht nur Trainingsphasen, sondern auch Wohlbefinden aufzeichnen können. In diesem Beispiel nahmen wir positiv mit, dass keine Stressfaktoren in der Box vorhanden sind. Leider muss die Suche nach der Ursache weiter gehen.  

Lohnt es sich also, den Tracker zu nutzen?

Meiner Meinung nach kommt es darauf an, ob du klare Ziele verfolgst und dich detaillierte Daten zum Training oder Wohlbefinden deines Pferdes interessieren. Dann ist der Tracker definitiv hilfreich. Der Preis ist zwar nicht ohne, aber du kannst mehrere Pferde im Profil anlegen oder den Tracker sogar mit mehreren Konten nutzen. So kannst du dich auch mit anderen zusammentun und die Kosten fair aufteilen.

Janina

Über Janina

Das Pferdefieber packte mich bereits als Kind und hat mich bis heute nicht losgelassen. 2009 startete ich auf den ersten Dressurturnieren und vor sechs Jahren zog das langersehnte erste eigene Pferd ein. Der damals dreijährige Wallach Flash Dancer alias Fritzi stellte mich vor einige Herausforderungen. Aber durch die unterschiedlichen Aufgaben, die die Ausbildung eines jungen Pferdes mit sich bringt, sind wir inzwischen zu einem super Team zusammengewachsen. Wir genießen neben der Arbeit im Viereck, das großzügige Ausreitgelände und machen auch mal den ein oder anderen Sprung.

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