Fellwechsel beim Pferd – warum diese Zeit so herausfordernd ist
Der Fellwechsel beim Pferd gehört zu den intensivsten Phasen im Jahr. Zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – stellt sich der gesamte Organismus um.
Im Frühjahr wird das dichte Winterfell abgestoßen, während im Herbst das schützende Winterfell nachwächst. Dieser Prozess wird durch die Tageslichtlänge gesteuert und nicht primär durch die Temperatur.
Für den Körper bedeutet das:
- erhöhter Energiebedarf
- intensive Stoffwechselarbeit
- hormonelle Umstellung
Gerade ältere Pferde, stoffwechselempfindliche Pferde oder solche mit wenig Bewegung haben in dieser Zeit häufig stärker zu kämpfen.
Viele Reiter unterschätzen, wie sehr der Fellwechsel das Pferd tatsächlich belastet.
1. Müdigkeit und Leistungstief im Fellwechsel
Viele Pferde wirken während des Fellwechsels deutlich müder als sonst. Der Körper arbeitet auf Hochtouren, um das neue Fell zu bilden. Besonders im Frühjahr kann es deshalb zu einem kleinen Leistungstief im Training kommen.
Das kannst du tun:
- Training anpassen
- Bewegung beibehalten
- Mineralstoffe zufüttern
2. Stumpfes Fell und fehlender Glanz
Ein gesundes Pferdefell glänzt und fühlt sich weich an. Während des Fellwechsels kann das Fell jedoch stumpf wirken oder ungleichmäßig nachwachsen. Oft steckt dahinter ein Mangel an Spurenelementen oder Fettsäuren.
Unterstützung:
- Öle zufüttern
- ausgewogene Ernährung
- regelmäßiges Putzen
3. Juckreiz und Hautprobleme
VielePferde reagieren im Fellwechsel empfindlicher auf Berührungen. Häufig kommt es zu: – Schuppen – Juckreiz – Empfindlicher Haut.
Regelmäßiges Putzen hilft, abgestorbene Haare schneller zu entfernen und die Hautdurchblutung zu fördern.
Das hilft:
- sanfte Bürsten verwenden
- Fell regelmäßig lösen
Fellschön
4. Empfindlichkeit beim Putzen
Manche Pferde reagieren im Fellwechsel deutlich empfindlicher auf Bürsten oder Striegel. Gerade im Rücken-, Bauch- oder Flankenbereich kann das Putzen unangenehm sein.
Lösung:
- weiche Bürsten nutzen
- vorsichtig putzen

5. Gewichtsverlust
Der erhöhte Energiebedarf kann zu Gewichtsverlust führen.
Unterstützung:
- Futter anpassen
- Mash einsetzen
6. Fellwechselkoliken
Selten kann der Fellwechsel mit Verdauungsproblemen einhergehen.
Prävention: Rohfaserreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, regelmäßige Fellpflege
Anzeichen:
- Unruhe
- reduzierte Futteraufnahme
7. Starkes Haaren im Stall
Während des Fellwechsels verlieren Pferde große Mengen an Haaren. Das sorgt für Fellberge im Stall, kann aber mit dem richtigen Werkzeug reduziert werden.
Lösung:
- regelmäßig putzen
- passende Bürsten nutzen
FellschönTipps für den Fellwechsel
- regelmäßige Pflege
- Bewegung
- gute Fütterung
- Stress vermeiden
Fazit
Der Fellwechsel gehört zu den anstrengendsten Zeiten im Pferdejahr. Mit der richtigen Pflege, angepasstem Training und guter Fütterung kannst du dein Pferd optimal unterstützen. Achte auf Veränderungen im Verhalten oder im Fellbild – so erkennst du frühzeitig, wenn dein Pferd zusätzliche Unterstützung braucht.












